Praktische Tipps für Befragungen
Bei der Umsetzung einer Online Befragung gilt es grundsätzliche Aspekte einer ordentlichen Fragebogenerstellung zu berücksichtigen, um gute Ergebnisse zu erzielen. Sie geben dem Umfrageautor wichtige Hinweise im Hinblick auf die Kontaktherstellung zu den Umfrageteilnehmern, die Kommunikation, die Gestaltung des Online Fragebogens und die Kontrolle der Antworten.
Bei der Kontaktherstellung im Rahmen einer anonymen Befragung über ein Pop-up sollte beachtet werden, dass Pop-ups, welche sich wesentlich von der Internetseite unterscheiden, auf der sie platziert sind, generell weniger Aufmerksamkeit bekommen als diejenigen, die im selben Layout gestaltet sind. Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass letztere nicht als Fremdkörper der Seite bzw. Werbeinformation wahrgenommen werden. Der Text eines Pop-ups genauso wie jener einer Einladungsmail im Rahmen einer personalisierten Befragung sollte übersichtlich und knapp gehalten werden. Er sollte kurz skizzieren, worum es bei der Befragung geht, wie lange sie dauert und, dass die Angaben streng vertraulich behandelt, anonymisiert ausgewertet und nicht an Dritte weitergegeben werden. Auch die Angabe einer Kontaktadresse bürgt für Seriosität des Umfrageanbieters.
Während der Online Befragung ist es sehr entscheidend, dem Umfrageteilnehmer Glaubwürdigkeit zu vermitteln. In dem Fall einer Online Befragung ist Glaubwürdigkeit äußerst wichtig, denn sobald ein Umfrageteilnehmer das Gefühl bekommt, dass die Umfrage nicht den propagierten Zweck verfolgt, wird er die Umfrage sofort abbrechen. Demnach sollte der Befragte offen und ehrlich angesprochen werden, wozu neben einer eindeutigen und klaren Einladungsmail bzw. Pop-up eine einleitende Willkommensseite zur Umfrage gehört, auf der kommuniziert wird, was den Befragten erwartet und welche Kenntnisse/ Erfahrungen er im Zweifelsfall zur Beantwortung der Fragen mitbringen muss. In diesem Kontext ist auch die Kommunikation von realistischen Antwortzeiten während der Befragung relevant. Hierzu genügt die Anzeige eines Fortschrittsbalkens in der Befragung, welcher signalisiert, wie viele Fragen der Umfrage bereits beantwortet wurden.
Ferner ist darauf zu achten, dass dem Befragungsteilnehmer während der Umfrage nicht bloß stur Fragen entlockt werden, sondern vielmehr, dass der Befragungsteilnehmer den Eindruck einer unterhaltsamen, interessanten Umfrage hat. Dazu helfen eine Portion Kreativität und grundsätzliche Tipps in Bezug auf die Fragebogenerstellung, wie bspw. Fragendopplungen zu vermeiden und abwechselnde Fragetypen, innovative Flash-Fragetypen und Multi-Media-Elemente einzusetzen.
Ähnliches gilt auch für das Fragebogenlayout Ihrer Umfrage. Es darf nicht langweilig sein, sondern sollte die Zielgruppe ansprechen. Vorrangig dabei sind jedoch die Lesbarkeit der Fragen und eine schnelle und einfache Navigation durch den Fragebogen, so dass Scrollen grundsätzlich vermieden werden sollte.
Im Hinblick auf die Datenqualität ist es von Bedeutung, Eingaben der Nutzer anhand von Plausibilitätschecks zu kontrollieren. Diese prüfen, ob Antworten bereits vorher gemachten Eingaben entsprechen. Somit kann gewährleistet werden, dass ein stringentes Antwortverhalten der Befragungsteilnehmer vorliegt.
Insgesamt sollte ein Fragebogen kurz gehalten werden, da Befragungspersonen die Umfrage in der Regel neben ihrer primären Tätigkeit ausführen und somit nur begrenzt Zeit haben. Deshalb ist es für die Datengewinnung nicht sonderlich förderlich, überlange Fragebögen zu präsentieren. Es sollten lediglich diejenigen Fragen eingesetzt werden, die einen tatsächlichen Beitrag zur Zielsetzung der Studie leisten. Ferner ist in diesem Zusammenhang das Einbinden von Filterfragen in Abhängigkeit zuvor beantworteter Fragen eine Option. Damit können bestimmte Fragen ausschließlich gewissen Personen angezeigt werden.

