Nachdem wir in der letzten Woche ein paar Hinweise genannt haben, die es beim Fragebogen-Pretest zu berücksichtigen gilt, wollen wir euch nun ein paar Tipps zur Fragen- & Itemformulierung geben. Nachzulesen sind sie in dem Artikel „Tipps zur Fragen- und Itemformulierung“ von Meinald Thielsch und Sarah Gersie (2008).
Zunächst ein paar grundsätzliche Regeln: Verwendet bei der Fragebogenerstellung kurze, leicht verständliche Items und verzichtet auf überflüssige Items, um den Fragebogen nicht unnötig zu verlängern.
Um die Verständlichkeit der Fragen zu erhöhen, sollten mehrere Aspekte beachtet werden. Dazu gehört, lediglich eine Aussage pro Item, keine Doppelfragen und auch keine doppelte Verneinung zu verwenden. Ferner sollten ausschließlich Begriffe mit eindeutiger Bedeutung eingebracht und auf Abkürzungen verzichtet werden.
Um Informationen sinnvoll zu erheben, gilt es ebenfalls mehrere Grundsätze zu berücksichtigen, wie bspw. die Fragen ich-bezogen zu formulieren, damit der Befragte tatsächlich seine eigene Meinung äußert. Außerdem sollten Fragebogenitems nicht zu allgemein formuliert werden, da sich Infos mit konkreten Fragen besser erheben lassen. Items, denen immer zugestimmt oder die immer abgelehnt werden, sollten genauso wie Suggestivfragen vermieden werden.
Letztlich gilt es beim Entwerfen der Fragen und Items auch die Zielgruppe zu berücksichtigen. Fragen und Items müssen dem Bildungsniveau der Befragten angepasst werden. D.h., Probanden sollten nicht mit Fragen konfrontiert werden, die sie nicht beantworten können.
Wenn diese zentralen Punkte bei der Fragebogenerstellung beachtet werden, erhaltet ihr gut formulierte Fragen und Items und erspart euch umfangreiche Nachbesserungen nach einem Pretest.
Der Fragebogen Pretest gehört mit zu den wichtigsten Arbeiten vor der Feldphase einer Umfrage. Pretests dienen dazu, Fragebögen auf korrekte Frageformulierungen, plausible Reihenfolgen & sinnvolle Antwortkategorien zu überprüfen.
Die Wissenschaftler Wolfgang Beywl & Ellen Schepp-Winter haben dazu in ihrem Leitfaden zur zielgeführten Evaluation von Programmen (2000) einige Fragestellungen generiert, die beim Pretest berücksichtigt werden sollten. Dies gilt natürlich auch für Onlinebefragungen mit einer :
Sind die Fragen redundant?
Gibt es schwer verständliche Fragen?
Können überhaupt sinnvolle Antworten gegeben werden?
Sind die Anweisungen verständlich?
Gibt es sprachliche und lexikalische Überforderungen oder Brüche?
Bieten die Skalierungen genügend Differenzierung, und sind sie auch nicht zu weit aufgefächert?
Ist im Aufbau ein roter Faden erkennbar?
Sind auch die Rahmentexte gut lesbar?
Wird der Spannungsbogen beim Ausfüllen erhalten?
Wenn Sie Ihren Fragebogen auf Grundlage dieser Fragen überprüft haben, besteht ferner die Möglichkeit, Ihren Fragebogen von anderen Personen testen zu lassen.
Dazu steht Ihnen bei Unipark das Pretester Modul in EFS Survey zur Verfügung, so dass Dritte über ein Kommentarfeld Anmerkungen zum Fragebogen abgeben können. Die Anmerkungen werden automatisch und systematisch aufbereitet und können mit verschiedenen Bearbeitungsstati versehen werden.
Nutzen Sie dabei das Know-How des Unipark Pretester Pools und lassen Sie Ihren Fragebogen von ausgewiesen Unipark Experten pretesten.
Mehr Infos dazu erhalten Sie unter: http://www.unipark.info/220-0-pretester-pool.htm
Anfang Februar startete Unipark mit dem Pretester-Pool, der die Expertise von Uniparkern im Hinblick auf die technische und konzeptionelle Fragenbogenumsetzung mit EFS Survey bündelt. Er vereint diejenigen, die am Feedback anderer Uniparker zur eigenen Fragebogenerstellung und an Einblicken in die Fragebogenkonzeption anderer interessiert sind.
Immer mehr Uniparker sind von der Idee überzeugt, wünschen sich Feedback und wertvolle Anstöße zur eigenen Fragebogenumsetzung. In den vergangenen zweieinhalb Monaten, seit der Initiierung des Pretester-Pools, sind ihm insgesamt 89 Unipark beigetreten. Tendenz steigend!
Getestet werden konnten bislang insgesamt 13 Studien. Dabei waren Umfragen aus allen Forschungsrichtungen vertreten: u.a. Psychologie („Ursachen von Belastungsempfinden bei Studierenden“), Medizin („Quality of Life among Cancer Patients“), Wirtschaft („Lieferanten-Kunden-Beziehung im Rahmen der Neuproduktentwicklungen“) und Medienwissenschaften („Die Rolle der Internetnutzung beim Integrationsprozess der türkischen Migranten in Deutschland“).
Zu diesen Umfragen, die von Uniparkern vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus Luxemburg und Österreich erstellt wurden, haben sich insgesamt 100 Pretester-Pool Mitglieder zum Pretest beworben. Die Pretest-Autoren berichteten von überwiegend sehr hilfreichen Kommentaren zur Fragebogenoptimierung.
Nutzen die Vorteile des Fragebogen Pretests, indem Sie sich auf unserer Webseite www.unipark.info in der Rubrik Community zum Pretest-Pool anmelden. Dort können Sie den Pretester-Pool auch direkt für einen eigenen Pretest aktivieren
Die Produktion der Tutorialsl für einen vereinfachten Einstieg in EFS Survey kommt gut voran. Neben den bereits fünf vorhandenen deutschen Tutorials gibt es für alle internationalen Uniparker vier englisch-sprachige. Die Reihe wird in Kürze vervollständigt, so dass der gesamte Ablauf eines Online-Befraungsprojektes mit Hilfe von EFS Survey darsgestellt wird.
Die Tutorials bieten eine einfache Möglichkeit sich mit EFS Survey vetraut zu machen sowie einen Leitfaden, für die Erstellung einer Online Befragung.
Der praktische Video-Leitfaden kann auch von Kollegen genutzt und immer wieder angeschaut werden. Bei Fragen können Sie sich gern unter info@unipark.de an uns wenden.
Unipark stellt ab sofort allen Uniparkern eine Bibliothek mit Muster-Fragebögen zu verschiedenen Themenbereichen zur Verfügung.
So können z.B. Fragebögen für Kundenzufriedenheitsbefragungen, Evaluationen oder Website-Checks “downgeloaded” werden und als Muster für das eigene Befragungsprojekt dienen.
Nach dem Speichern auf dem eigenen Computer und dem Import in den persönlichen EFS Survey Account lassen sich die Projekte bearbeiten oder Teile (einzelne Fragen, Fragebogenseiten oder ganze Fragebogen-Stränge) kopieren und in das eigene bestehende Projekt einfügen.
So kann wertvolle Zeit für andere wichtige Aufgaben der Projektarbeit verwendet werden.
Zudem sind die Musterprojekte als Mehrsprachen-Projekte angelegt, was den Einstieg in ein eigenes multi-linguales Projekt erheblich erleichtert.
Die Musterfragebögen sowie die EFS Survey Handbücher stehen allen Uniparkern (nach dem Login) in der EFS Survey eigenen Unipark Nutzer Bibliothek zur Verfügung.
Gern erweitern wir unsere Bibliothek durch Ihre Fragebögen oder optimieren die bestehenden Projekte auf Basis Ihres Feedbacks.
Wenn Sie also über einen Fragebogen verfügen, den Sie gern der Unipark-Community zur Verfügung stellen möchten oder ganz einfach Anregungen zur besseren Gestaltung der bestehenden Musterprojekte haben, geben Sie uns bitte Feedback unter: info@unipark.de oder diskutieren Sie mit uns in unserem Unipark-Forum.
Was treibt die Nutzer von Twitter an? Was sind die Top 5? Und vor allem, wie verbreitet sich eine Umfrage ausschließlich über eine Social Web-Anwendung?
Das waren unsere Leitfragen, um eine kleine Studie zu starten, deren Feldstart wir zu einem Vortrag über Social Media zeigten.
Die Ergebnisse vorab:
1.) „Was reizt Dich an Twitter, welche Motivation treibt dich an?“
Interessante Fundstücke austauschen (n=80), aktuelle Ereignisse in Echtzeit austauschen Kontakt und Austausch zu Fachpublikum waren häufig genannte Motive. Auch Twitter als Kanal der Kundenkommunikation wurde noch häufig genannt (n=42). Beim Ranking hingegen steht dies an erster Stelle.
Haben Sie Ihre Umfrage mit Unipark fertig programmiert? Und sind nun auf der Suche nach qualifizierten Testern, um Ihr Projekt fit für die Feldphase zu machen? Oder würden Sie gerne einmal Einblicke in die Arbeit anderer erhalten, um somit Ideen für die eigene Arbeit zu sammeln?
Dann sollten Sie sich umgehend zum Pretester Pool auf unserer Website anmelden. Dieser bündelt die Expertise einer Vielzahl von Online Marktforschungsexperten im Hinblick auf die technische und konzeptionelle Fragenbogenumsetzung mit EFS Survey.
Als Mitglied des Pretester Pools haben Sie die Möglichkeit, Ihren Fragebogen von ausgewählten Pretestern prüfen zu lassen. Anhand deren Anmerkungen und Verbesserungsvorschlägen können Sie Fehler und Ungereimtheiten im Fragebogen beseitigen. Wenn Sie wollen, unterstützt Unipark Sie sogar beim Pretest Management. Ferner haben Sie als Pretester die Gelegenheit, Fragebögen anderer Uniparker zu testen, um somit Einblicke in deren Fragebogenumsetzung zu erhalten.
Werden Sie Teil der aktiven Unipark Community und tauschen Sie sich mit ausgewählten Experten der Unipark Community über technische und methodische Aspekte der Fragebogenkonzeption aus. Hier geht’s zur Anmeldung!
Was die Unipark Community bereits auf dem Unipark Anwendertag 2008 zu hören bekamen, führt nun die beiden Uniparker Dr. Niels von Quaquebeke, 32, und Dr. Steffan Giessner, 35, beide Wissenschaftler an der Rotterdam School of Management der Erasmus Universität, in das Rampenlicht der nationalen und internationalen Presse.
Mit ihrer Studie zum Entscheidungsverhalten von Fussball-Schiedsrichtern in unklaren Foul-Situationen sind sie derzeit in aller Munde. Nach einem Bericht in der amerikanischen Tageszeitung New York Times (http://tiny.cc/Rulw3) verbreitete sich deren Studie wie ein Fegefeuer, die auf Basis einer Analyse von Foulentscheidungen im Fußball und einem mit Unipark durchgeführten Online-Experiment zum Ergebnis kam, dass gegen groß gewachsene Spieler in strittigen Spielsituationen häufiger Foul gepfiffen wird.
Die Studie war bislang nicht nur Thema in nationalen und internationalen Boulevardblättern, wie der amerikanischen „USA Today“ (http://bit.ly/byzqaq) oder dem „Express“, sondern wird im Februar auch im, in Wissenschaftskreisen hoch anerkannten, „Journal of Sport & Exercise Psychology“ veröffentlicht. Selbst asiatische Zeitungen haben bereits angekündigt, die Studie in nächster Zeit zu thematisieren.
Wir freuen uns natürlich für die beiden Uniparker, auf eine derartige Resonanz mit ihrem Projekt gestoßen zu sein und sehen dies als Ansporn für andere Uniparker, eine vergleichbare Aufmerksamkeit zu erregen.
Das Unipark-Team wünscht euch allen weiterhin viel Erfolg bei der Projektumsetzung.