Teilnehmer- & Antwortkontrolle bei Online-Umfragen
Wir haben ja bereits in den vergangenen Wochen immermal wieder ein paar hilfreiche Tipps zur Umsetzung von Onlinebefragungen in den Blog gestellt. Daran anknüpfend haben wir Euch in dieser Woche folgend was zur Teilnehmer- & Antwortkontrolle bei Online-Umfragen zusammengestellt.
Im Rahmen von Online-Umfragen bestehen vielfältige Kontrollmöglichkeiten im Hinblick auf die Teilnehmer und Antwortoptionen. Im Wesentlichen bestehen Kontrollmöglichkeiten vor, während und nach einer Befragung.
Die Auswahl eines Umfragetyps – entweder personalisiert oder anonym- bestimmt vor dem Start einer Befragung, wer an der Umfrage teilnehmen kann: Jeder, der auf den öffentlichen Umfragelink klickt (anonym) oder lediglich diejenigen, die persönlich über eine Email zur Umfrage eingeladen wurden (personalisiert). Voraussetzung für die gezielte Einladung von Befragungsteilnehmern im Rahmen einer personalisierten Befragung ist das Vorliegen von persönlichen Emailadressen. Im Fall einer anonymen Umfrage kann über die Auswahl der Kommunikationskanäle, über die der Umfragelink veröffentlicht wird – z.B. Webseiten, Mailinglisten oder Twitter -, Einfluss auf die Zusammensetzung der Stichprobe genommen werden. Dazu ist jedoch Wissen über die Besucher von Webseiten bzw. Teilnehmer von Mailinglisten notwendig.
Eine Möglichkeit, die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe während einer Umfrage generell zu beeinflussen, bieten Quotierungen und Filter auf Basis von Fragen zur Demografie (u.a. Geschlecht, Alter, Nationalität). Falls Befragungsteilnehmer aufgrund ihrer Demografie nicht zur Zielgruppe gehören, können sie im Rahmen von Online-Umfragen problemlos ausgescreent werden.
Auch das Antwortverhalten kann während der Befragung kontrolliert werden. Anhand von Plausibilitätschecks lässt sich das Antwortverhalten von Probanden auf Konsistenz & Plausibilität prüfen. Darüber hinaus kann inkonsistentes Antwortverhalten vermieden werden, indem entsprechende Antworten im Fragebogen als exklusiv gekennzeichnet werden, so dass konträre Antwortoptionen nicht gemeinsam ausgewählt werden können. Generell sollte bei geschlossenen Fragen immer die Antwortmöglichkeit „keine Angabe“ bestehen, um keine Antworten zu „erzwingen“ und demnach die Gefahr zu vermeiden, dass fälschliche, inkonsistente Antworten gegeben werden.
Um das Antwortverhalten im Anschluss an eine Befragung zu überprüfen, besteht die Möglichkeit, die Antwortzeiten zu analysieren, welche Probanden für die Beantwortung des gesamten Online-Fragebogens gebraucht haben. Dadurch können „Duchklicker des Fragebogens“ identifiziert werden und, im Zweifelsfall, die jeweiligen Datensätze aus der Betrachtung bzw. Analyse ausgeschlossen werden. Eine aufwendige Methode, Erhebungsdaten nach der Umfrage auf Reliabilität zu kontrollieren, ist die erneute Befragung einer Substichprobe. Dadurch wird festgestellt, inwieweit sich Antwortoptionen bei wiederholten Datenerhebungen unter gleichen Bedingungen duplizieren lassen und demnach zeitpunktunabhänig sind.
